© 2012  AERSYSTEM GmbH Abluftreinigungs- und Wärmetechnik Impressum Regenerative Thermische Nachverbrennung RNV ( RTO ) Verfahren zur Thermischen Oxidation mit regenerativer Wärmerückgewinnung Verfahren zur Luftreinhaltung Grundprinzip: Beim RTO-Verfahren wird das schadstoffhaltige Rohgas auf dem Weg zur Brennkammer und auf dem Weg von der Brennkammer zum Kamin in periodisch wechselnder Strömungsrichtung durch keramische Wärmespeicherbet- ten, sogenannte Regeneratoren, geleitet, die das Rohgas bereits vor der Brennkammer bis fast auf die Reaktions- temperatur aufheizen bzw. das heiße Reingas wieder bis fast auf die Rohgastemperatur abkühlen. Dieses Prinzip ermöglicht es, die Wärme aus dem Reingas, welches aus der Brennkammer kommt, nahezu vollständig zurückzugewinnen und auf das zuströmende Rohgas zu übertragen! Der Wärmerückgewinnungsgrad einer RTO ist infolge die- ses regenerativen Wärmeaustauschs so hoch, dass Abgas- temperaturen von nur ca. 30 K bis 50 K über der Rohgas- temperatur möglich sind, obwohl die Verbrennung, wie beim TNV-Verfahren, bei ca. 800°C bis 1000 °C stattfindet. Dieser hohe Wärmerückgewinnungsgrad ermöglicht es, dass die Verbrennungswärme der im Rohgas enthaltenen Schadstoffe bereits ab Konzentrationen von ca. 1,3 g/Nm³ ausreichen kann, die Verbrennungstemperatur in der Brenn- kammer völlig ohne zusätzliche Stützfeuerung zu gewähr- leisten (sogenannter autothermer Betrieb). Wenn die Konzentration der im Rohgas enthaltenen Schad- stoffe sogar so hoch ist, daß ihre Verbrennung mehr Wärme erzeugt als zur Aufrechterhaltung der Brennkammertemper- atur erforderlich ist (oft als „überautothermer Betrieb“ be- zeichnet), kann aus der Brennkammer gereinigtes, heißes Abgas auf einem Temperaturniveau von ca. 700°C bis 800°C ausgekoppelt und die darin enthaltene Wärme bei- spielsweise in einem Thermoölkessel verwertet werden. Zweikammerprinzip Diese Anlagen verfügen über zwei Wärmeregeneratoren, die, zyk- lisch wechselnd, je einer aufwärts und einer abwärts durchströmt werden. Beim Umschalten der Strömungsrichtung gerät deshalb aus dem zuletzt mit schadstoffhaltigem Rohgas aufwärts durchströmten Regenerator kurzfristig etwas ungereinigtes Rohgas in das Rein- gas (sog. “Umschaltpeak”) und verschlechtert dadurch den Mit- telwert der Reingaskonzentration. Zweikammeranlagen eignen sich deshalb nur für Ablüfte mit relativ geringen Schadstoffbelastungen. Dreikammerprinzip                                        Dreikammeranlagen verfügen über drei Regeneratoren, so dass in jedem Takt derjenige Regenerator, der zuletzt von schadstoffhalti- gem Rohgas durchströmt wurde, gespült werden kann. Es tritt somit beim Umschalten kein ungereinigtes Rohgas ins Reingas über. Dreikammeranlagen eignen sich deshalb auch für Ablüfte mit höheren Schadstoffbelastungen. ZURÜCK  Das RTO-Verfahren ist geeignet für Volumenströme jeglicher Größe ab ca. 500 Nm³/h bei möglichst kontinuierlichem Betrieb. Enthält die Abluft nur niedrige Schadstoffkonzentrationen wie Gerüche, führt der gegenüber einer TNV viel höhere Wärmerückgewinnungs- grad zu deutlich günstigeren Betriebskosten und zu ökologisch günstigerem Betrieb. Bei großen Volumenströmen können sowohl 2-Kammer- als auch 3-Kammer-Systeme mit vier, fünf oder mehr Regeneratoren dargestellt werden.    Es gibt zwei grundsätzliche Ausführungstypen von RTO-Anlagen: